Russische Monster-Jeeps

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27.05.2016

In der russischen Taiga kommen selbst klassische Geländewagen oft nicht mehr weiter. Dann müssen sie ran: die Monster-Jeeps von Trekol!

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Die russische Polizei nutzt sie, auch Feuerwehr und Zivilschutz halten viel von ihnen: monströse Jeeps mit riesigen Ballonreifen, die auch dann noch voran kommen, wenn Mercedes G-Klasse, Land Rover Defender und Toyota Land Cruiser die Segel streichen müssen. Die Bedingungen für solche Extrem-Offroader gibt es in den Weiten der russischen Taiga zur Genüge – riesige Sumpflandschaften mit tiefen Seen, unzugängliche Wälder und Flüsse sowie massenweise Schnee im Winter. Einfach nur Allrad, Sperren und eine Winde reichen da zum Fortkommen nicht aus. Trekol hat deshalb vor mehr als zwanzig Jahren damit begonnen, spezielle Reifensätze für die gängigen russischen Jeeps zu entwickeln. Die ermöglichen nicht nur das Überwinden nahezu irrwitziger Hindernisse, sie verhindern auch das Einsinken im Schnee und lassen die Jeeps im Wasser aufschwimmen. Außerdem kann ihrLuftdruck so weit reduziert werden, dass sich das Fahrzeuggewicht viel auf mehr Fläche verteilt – mit dem Effekt, dass ein Mensch nicht mehr verletzt wird, wenn ein Jeep mit Trekol-Reifen ihn überrollt. Zu den Reifen kamen irgendwann Fahrwerke und Getriebe, inzwischen konstruiert die Firma aus der Nähe von Moskau eigene Fahrzeuge.

Technisch gibt es für die Alleskönner aus Russlands wildem Osten vor allem eine Anforderung: je simpler, desto besser. Irgendwas geht immer mal kaputt. Dann ist es das Beste, wenn der Fahrer seinen Wagen schnell und ohne großen logistischen Aufwand wieder flottkriegt. Vor allem, wenn lebensfeindliche Temperaturen um minus 40 Grad herrschen. Die technische Basis für viele Trekol-Jeeps liefert daher der UAZ Hunter, seines Zeichens eine Weiterentwicklung des auch bei uns bekannten genügsamen Armee-Jeeps UAZ 469. Der Hunter ist mit seinen 115 Diesel-PS bzw. 130 Benziner-PS weder schnell noch sparsam. Aber er hält durch, auch mit sechs Reifen. Das funktioniert unter anderem deshalb, weil Trekol das serienmäßige Fahrzeuggewicht nicht erwähnenswert erhöht.

Sieht man sich die Bilder des Herstellers näher an, wird klar, wie beliebt die Produkte aus dem Hause Trekol sein müssen. Ein weißes Auto mit dem Lichtbalken der russischen Polizei ist genauso dabei wie ein rotes, das wahrscheinlich für die Feuerwehr bestimmt ist. Mit dem Dreiachser "39294" steht Expeditionen in unwegsame Gebirgsregionen oder gar ins ewige Eis nichts im Weg. Und es gibt Versionen mit Arbeitskorb und mit landwirtschaftlichem Gerät. Sogar die russische Raumfahrtbehörde soll Jeeps von Trekol einsetzen, um verloren gegangene Raketenteile einzusammeln. In der Galerie sehen Sie eine Auswahl der wichtigsten Trekol-Versionen!

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